Bild

Ketchup – selbstgemacht

Der heurige supersuperheiße Sommer hat mir nicht nur viel Schweiß beschert, sondern vorallem eine unglaubliche Chili-Ernte! Meine vier Chili-Pflanzen am Balkon tragen zusammen in etwa 150 Chili-Früchte! Und da ich ein ziemliches Waserl bin und scharfes Essen nur in kleinsten Dosen zu mir nehme, bleibt mir nichts anderes übrig als Einzukochen.

Ich habe heuer schon Chili-Marillen-Marmelade, Chili-Mango-Chutney und Paprika-Marmelade gekocht. Dieses Wochenende war nun Ketchup an der Reihe:

Ketchup 1

Für 12 Weck-Flascherln (à 1/4 Liter) brauchst du

5 kg reife Tomaten

5 Zwiebel

ca. 500 ml Apfelessig

100 g braunen Zucker

300 g Gelierzucker 1:1

frisches Basilikum

Salz, Dillsamen (oder Fenchelsamen)

6 bis 8 Chilis – je nach Schärfe und Geschmack

 

Weck- bzw. Einkochgläser vorbereiten (auskochen)

Zwiebel würfeln, Tomaten achteln, Chilis fein hacken (ich trage dabei immer Handschuhe). Gemeinsam mit allen anderen Zutaten in einem große Topf zum Kochen bringen.

Ketchup 2

Ca. 15 min kochen. Dann pürieren und verkosten. Es sollte leicht scharf, ein wenig nach Essig und ein bisserl süß schmecken. Allerdings nicht zuviel – da diese Masse jetzt weiter eingekocht und der Geschmack intensiver wird.

Mindestens 20 min lang weiterköcheln. So lange bis es nach Ketchup riecht, schmeckt und aussieht. Noch kochend in Gläser abfüllen und diese gleich verschließen.

Selbstgekochtes Ketchup schmeckt nicht wie gekauftes – glücklicherweise!

Ketchup 4Verschlossen hält sich dieses Ketchup etwa ein Jahr. (Meine Chili-Ernte im Vorjahr war auch recht gut!) Doch einmal geöffnet sollte es innerhalb einer Woche verbraucht werden.

Bild

Zwiebel-Quiche (vegan)

Ich liebe meinen Backofen. Gemeinsam sind wir ein unschlagbares Team! Während der letzten Tage habe ich ihn allerdings links liegen gelassen: Allein der Gedanke, meinen Ofen aufzuheizen hat mir den Schweiß auf die Stirn getrieben.

Doch heute habe ich die Hitze ausgetrickst und bereits am frühen Morgen gebacken! Meine vegane Zwiebel-Quiche riecht fantastisch und ich bin sicher, sie schmeckt auch lauwarm. (Sollte sie bei prognostizierten 38 Grad überhaupt jemals lauwarm werden!)

Zwiebel 4

Das Rezept ist einfach:

1 „Tante Fanny“ Quiche- und Tarteteig (rund, vegan)

ca. 300 g Zwiebel – in Ringe geschnitten

200 g Tofu geräuchert

Kräuter (Basilikum, Zitronensalbei), Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico, etwas Chili

Die geschnittenen Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, mit Balsamico abschrecken und würzen.

Etwa die Hälfte der Zwiebel gemeinsam mit dem Tofu und den Gewürzen „häckseln“.

Eine Pie- bzw. Quicheform mit Öl befetten, den Quicheteig in die Form legen und mit der Zwiebel-Tofu-Masse bestreichen. Restliche Zwiebel darüber verteilen und den überstehenden Teig dekorativ darüberklappen.

Die Quiche wird bei 180 Grad ca. 25 min gebacken.

Zwiebel 2

Ich wünsche dir einen schönen Sommertag!

Bild

Latella – Muffins (eine Reminiszens an meine Zeit im Nockerlaquarium)

Vor langer langer Zeit war ich Schülerin in der HBLA für wirtschaftliche Berufe. Umgangssprachlich „Nockerlaquarium“ genannt! Wir lernten dort so allerlei Nützliches und Unnützliches für unser zukünftiges Leben wie Nähen, Kochen, Buchhalten oder Betriebswirtschaften. Einen Großteil dessen was sich dort abgespielt hat, habe ich glücklich wieder vergessen. Doch eines ist mir in Erinnerung geblieben: meine tägliche JAUSE! Aufgrund des umfangreichen Bildungsangebotes waren wir Montag bis Freitag ganztags und Samstag vormittags in der Schule. Meine Mama gab mir jeden Tag zwei Gervais-Brote mit und ich kaufte mir dazu ein Mango-Latella. Ach, war das schön!

Vor einiger Zeit habe ich bei Annina auf ihrem wunderschönen Blog „10 dag Liebe“ ein Rezept für Mango-Beeren-Muffins gesehen. Diese Muffins macht Annina mit Mango-Molke – also Mango-Latella. Ich habe mir ihr Rezept zum Vorbild genommen und es an mein Lieblingsrezept (Eischwerteig) und an meine Familiengröße angepasst. (Wenn ich nicht ganz falsch liege, sind meine Söhne etwa doppelt so lang wie Anninas Töchter.)

latella 1Für etwa 24 Muffins brauchst du

250 g Butter (oder Rama)

4 Eier

250 g Zucker

250 ml Mango-Latella

200 g Weizenmehl universal

200 g Dinkel-Vollkorn-Mehl

Backpulver

100 g Heidelbeeren zum „Verzieren“

Teig herstellen, in die Muffins-Formen füllen und obenauf mit Heidelbeeren verzieren.

Bei 175 Grad ca. 20 Minuten backen.

latella 2Die Muffins schmecken ganz leicht nach Schulzeit! Gerade so viel, dass es schöne Erinnerungen weckt.

Danke, Annina für die Idee.

Bild

Salted Caramel – Applepie

Vor kurzem habe ich endlich eine echte Pie-Form gekauft! Seitdem habe ich einige Pie-Arten ausprobiert (z.B. meinen Rhabarber-Pie #gegenunrecht)  – und ich bin jedes Mal wieder überrascht wie einfach und leicht Pies zu backen sind.

ApfeltarteGIFFür diesen Apple-Pie habe ich „Bonne Maman“-Karamelaufstrich verwendet. Seit ich einen Induktionsherd habe, traue ich mich nicht mehr an Karamell heran. Ich habe Angst, dass mir der Zucker anbrennt.

Für den Mürbteig brauchst du

250 g Mehl, 120 g Butter, 80 g Zucker, etwas Salz und 1 Ei. Mürbteig herstellen und ca. 1 Stunde kühl stellen.

Apfel 1Für die Fülle habe ich drei große Äpfel verwendet (ich verwende am liebsten „Topaz“). Einen Apfel habe ich grob geraspelt und mit einem Esslöffel „Bonne Maman Caramel“ und einem halben Teelöffel Salz vermischt. Die restlichen zwei Äpfel werden geschält und in Spalten geschnitten.

Die Pie-Form mit zwei Drittel des Mürbteigs auslegen und den geraspelten Apfel darauf verteilen.

Apfel 2Das ergibt einen saftigen Boden. Dann die Apfelspalten hübsch verteilen und ca. zwei Esslöffel Karamell-Creme darauf verteilen. Zur „Krönung“ habe ich einige Flocken Fleur de Sel darübergestreut.  Aus dem restlichen Mürbteig ein Gitter machen. Ich habe den Teig nicht ausgerollt, sondern mit den Händen gewuzelt (ist auf den Fotos kaum zu übersehen!).

Bei 170 Grad eine halbe Stunde lang backen! Lauwarm genießen!

Mir hat die Kombination von mürbem Teig, saftigen Äpfeln, süßem Karamell und leichtem Salzgeschmack sehr gut geschmeckt. Und wie du oben sehen kannst, ist nichts übrig geblieben.

 

Bild

Frühlings-Emmer-Salat (100% regional)

Endlich Frühling: jetzt steht einem regionalem Salat nichts mehr im Wege!

Diesmal sind ALLE Zutaten regional: der rote Eichblatt-Salat (aus Niederösterreich), die Tomaten (aus Wien), der Emmer-Reis (aus dem Waldviertel), der Apfelessig (aus der Steiermark), das Salz (aus Oberösterreich) und das Kürbiskernöl  (aus der Steiermark, genauer gesagt von der „Gottfried Clement Mühle“ in Studenzen).

Zuerst den Emmer-Reis nach Anleitung kochen (für ein Mittagessen für 4 Personen habe ich 250 g gekocht). Etwas auskühlen lassen, dann kräftig salzen, Apfelessig und Kürbiskernöl untermischen.

salat 3Während der Reis durchzieht, Salat und Tomaten waschen. Salat in mundgerechte Stücke pflücken, Tomaten vierteln.

Kurz vor dem Essen unter den Emmer mischen (für die Fotos habe ich den Emmer-Salat auf einem Salatbett angerichtet – dass sieht hübscher aus, lässt sich aber schwerer essen).  Anrichten, servieren und „Mahlzeit“!

salat 2Dieser Salat besticht vorallem durch den herrlichen nussigen Geschmack des Kürbiskernöl! Was für ein herrliches Frühlingsessen!

Bild

# gegenunrecht – Mein gebackenes Schiff

Manches macht mich sprachlos – und ich denke auch, dass zum Massensterben im Mittelmeer nicht viel zu sagen ist. Es muss vielmehr gehandelt werden!

Die Initiative #gegenunrecht fordert die österreichische Bundesregierung auf, sich innerhalb der EU für eine menschliche Politik im Umgang mit schutzsuchenden Menschen einzusetzen. Hast du schon unterschrieben? Setze dein Zeichen auf gegen-unrecht.at!

Danke dir.

Mich beschäftigt dieses Thema und ich habe es sozusagen beim Backen ein wenig verarbeitet. Mein Rhabarber-Pie trägt zum Zeichen der Solidarität ein Schiff. Es ist ein kleines Zeichen.

Schiff 3Ich habe aus etwa 75 dag Rhabarber und braunem Zucker ein Kompott gekocht, einen Mürbteig hergestellt und dann daraus einen Pie gemacht.

Schiff 1Das Schiff habe ich extra ausgeschnitten und darauf gelegt.

Gebacken wird der Pie bei 170 Grad etwa 40 Minuten.

 

Es ist Zeit zu handeln. Und jedes noch so kleine Zeichen hilft. Hoffe ich zumindest!

Bild

Harry Potter – Kesselkuchen / Cauldron Cake (vegan)

Eine „Harry Potter“-Geburtstagsfeier braucht einen Kesselkuchen. Doch was ist ein Kesselkuchen? Kesselkuchen gehören zu den Snacks, die im Hogwarts-Express zusammen mit anderen Köstlichkeiten am Imbisswagen gekauft werden können. Demzufolge könnten Kesselkuchen gefüllte Muffins sein. Im Internet kursieren viele Rezepte dazu: Schoko-Muffins gefüllt mit Creme und einem Henkel aus Lakritzstangen. Schauen alle sehr nett aus.

Ich habe meiner Tochter für ihre Geburtstagsfeier einen Kesselkuchen versprochen, allerdings nicht in Muffin-Größe sondern in richtiger Kesselgröße. Aus diesem Grund habe ich zwei vegane Schokokuchen gebacken, zusammengesetzt, mit Schokolade überzogen und mit Soja-Karamell-Pudding und Heidelbeeren gefüllt.

Alles in allem war es ein chaotisches Experiment: ich habe mir die ganze Sache vorher nur ausgedacht und nie ausprobiert. Also lass´ dich überraschen, was ich herbeigezaubert habe!

kessel 1 Kessel 2

Für zwei Schoko-Kuchen brauchst du:

160 g Vanille-Soja-Joghurt

225 ml Rapsöl

380 g Zucker (ich habe braunen und weißen Zucker gemischt)

120 ml Kaffeelikör

225 ml Vanille-Soja-Milch

20 g Nescafé

500 g Mehl (weißes oder halb-halb weiß und Vollkorn)

40 g echten Kakao

Vanille-Extrakt

3 EL Backpulver

1 EL Natron

3 EL Maisstärke (Maizena)

250 g Kochschokolade

Zuerst die Schokolade in 100 ml Vanille-Soja-Milch im Wasserbad schmelzen lassen. Die geschmolzene Schokolade mit der restlichen Milch, dem Joghurt und dem Öl gut verrühren und dann nach und nach alle anderen Zutaten einrühren.

Den Teig in zwei gleich großen Tortenformen (ideal sind 18 cm Durchmesser) backen. Oder – so wie ich es gemacht habe – auf zweimal backen.

Bei 170 Grad ca. 35 min.

kessel 3Wie du am Foto siehst, sinkt der Kuchen in der Mitte leicht ein. Das liegt daran, dass der Teig extrem saftig ist. Ideale Vorraussetzungen also um daraus einen Kesselkuchen zu machen!

Vorausschauende Bäckerinnen können die Kuchen am Tag davor backen und richtig auskühlen lassen. Weniger vorausschauende (so wie ich) lassen die Torten kurz überkühlen und gehen dann gleich weiter zum nächsten Schritt:

Eine Torte bildet den Kesselboden, eine die Kesselwand. Die „Boden“-Torte wird begradigt, aprikotiert und mit geschmolzener Schokolade glasiert.

Das heißt du brauchst

Kochschokolade zum Glasieren des Bodens und zum Überziehen des Kessels  (wenn du magst kannst du die geschmolzene Schoko mit Rapsöl glatt rühren, dann ist sie leichter zu verteilen)

Marillenmarmelade (zum Aprikotieren, d.h. die fertige gebackene Torte wird mit warmer Marmelade bestrichen)

Soja-Karamell-Pudding zum Füllen des Kessels

Heidelbeeren und eventuell ein paar Himbeeren

Während die Schokolade des „Kesselbodens“ etwas antrocknet, wird die „Kesselwand“ vorsichtig ausgehöhlt.

kessel 4

Dann die „Kesselwand“ auf den „Kesselboden“ stellen – die zweite Torte sollte mit Hilfe der Schokolade festpicken! Einige Minuten warten, dann den Kessel mit geschmolzener Schokolade glasieren.

Glasur trocknen lassen. Zumindest 1 Stunde lang.

Den Kessel mit Soja-Karamell-Pudding und Heidelbeeren füllen.

Den Henkel habe ich aus Blumendraht gedreht. Die Flammen sind auf Butterbrot-Papier aufgemalt.

kessel 6Was sagst du? Sieht es nicht richtig nach Geburtstags-Kessel-Kuchen aus? Harry, Hermine und Ron wären sicher begeistert.