Regionales Sommer-Essen: farbenfrohe Polenta mit Paprika

Wieder einmal REGIONAL !

Regionales Essen ist im Sommer so einfach: frisches Obst und Gemüse lacht mich an und ich lasse mich gerne verführen.

Polenta und Gemüse kommen aus Österreich, das Olivenöl aus Italien (nicht regional, aber dafür vom Nachbarn).

Zuerst eine cremige Polenta kochen: auf eine Tasse Polenta kommen 2 1/2 Tassen Wasser. Wasser mit Salz aufkochen lassen, Polenta einrühren (vorsichtig, sie blubbert wie ein Vulkan), einmal aufkochen und dann ziehen lassen. Event. nachsalzen und etwas Öl darunterrühren.

 

Polenta in eine befettete Form streichen und im Rohr (bei 180 Grad) ca. 20 min backen.

Inzwischen einen Zwiebel und einige Paprikas schneiden:

Zwiebel in Olivenöl anrösten, Paprika und Salz dazu und weich dünsten. Kurz vor dem Anrichten frisches Basilikum dazu.

Mahlzeit!

Schmeckt heiß, lauwarm oder kalt – je nach Wetter und Laune! In jedem Fall ist es vegan und kommt ohne weit gereiste Zutaten aus.

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Zwiebel-Quiche (vegan)

Ich liebe meinen Backofen. Gemeinsam sind wir ein unschlagbares Team! Während der letzten Tage habe ich ihn allerdings links liegen gelassen: Allein der Gedanke, meinen Ofen aufzuheizen hat mir den Schweiß auf die Stirn getrieben.

Doch heute habe ich die Hitze ausgetrickst und bereits am frühen Morgen gebacken! Meine vegane Zwiebel-Quiche riecht fantastisch und ich bin sicher, sie schmeckt auch lauwarm. (Sollte sie bei prognostizierten 38 Grad überhaupt jemals lauwarm werden!)

Zwiebel 4

Das Rezept ist einfach:

1 „Tante Fanny“ Quiche- und Tarteteig (rund, vegan)

ca. 300 g Zwiebel – in Ringe geschnitten

200 g Tofu geräuchert

Kräuter (Basilikum, Zitronensalbei), Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico, etwas Chili

Die geschnittenen Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, mit Balsamico abschrecken und würzen.

Etwa die Hälfte der Zwiebel gemeinsam mit dem Tofu und den Gewürzen „häckseln“.

Eine Pie- bzw. Quicheform mit Öl befetten, den Quicheteig in die Form legen und mit der Zwiebel-Tofu-Masse bestreichen. Restliche Zwiebel darüber verteilen und den überstehenden Teig dekorativ darüberklappen.

Die Quiche wird bei 180 Grad ca. 25 min gebacken.

Zwiebel 2

Ich wünsche dir einen schönen Sommertag!

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Melanzani-Schiffchen auf Erdäpfeln

Diese Melanzani aus dem Backrohr liebe ich! Das Fruchtfleisch (oder sollte ich sagen Gemüsefleisch?) wird so wunderbar weich und saftig. Und – obwohl diese Schiffchen wenig Arbeit machen – schauen sie unglaublich gut aus. Ein Augen- und Gaumenschmaus! Meine Melanzani-Schiffchen haben es nicht notwendig sich hinter einem Steak zu verstecken!

Wie du sicher bemerkst, gefällt mir mein Rezept, seine Zutaten, sein Aussehen. Ich schreibe es auf und lasse dich an meiner Begeisterung teil haben. Etwas, was Frauen viel seltener tun als Männer. Sie stapeln normalerweise eher tief als hoch. Am heutigen Welt-Frauentag verlasse ich ganz bewußt diesen Weg und gebe ein bißerl mit meinem Werk an! Es ist ein großartiges Rezept! Du mußt es unbedingt ausprobieren!

 

mela 1Für 4 Personen brauchst du:

4 (kleine) Melanzani

1 kg mehlige Erdäpfel

4 Knoblauch-Zehen

2 Zwiebel

Tahini, Salz, Olivenöl

mela 4In einem Schüsserl etwa 2 EL Tahini, Salz, Olivenöl mit dem gepressten Knoblauch-Zehen verrühren.

Erdäpfel waschen, schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Zwiebel schälen und vierteln. Gemeinsam mit den Erdäpfeln in eine feuerfeste Form geben. Der Boden sollte bedeckt sein.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Melanzani waschen, halbieren und kreuzförmig einschneiden. Mit der Tahini-Knoblauch-Ölmischung bestreichen. Auf die Erdäpfel drapieren.

mela 5Nach ca. 45 min ist das Gemüse innen weich und außen knusprig.

Mit Salat oder Sauerrahm-Senf-Sauce servieren.

mela 6Guten Appetit!

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Sonntags – Strudel

Heute Mittag gab es bei uns Strudel: daher der Name „Sonntags – Strudel“. Aber diesen Namen trägt der Strudel nicht nur aus diesem Grund:

Die Zubereitung dieses mit Sauerkraut und Erdäpfeln gefüllten Blätterteig-Strudels nimmt einige Zeit in Anspruch – zumindest meiner ungeduldigen Kochansicht nach – und auch deshalb passt die Bezeichnung „Sonntags – Strudel“ gut zu ihm.

Veganen Strudel- und Blätterteig kann man glücklicherweise in jedem Supermarkt kaufen. Bis vor kurzem dachte ich, dass Gemüsestrudel ohne Ei oder Rahm trocken werden würden und leicht zerfallen, doch das war ein Irrtum. Es gibt sehr viele einfache Möglichkeiten, tierische Produkte zu ersetzen. Auch mit regionalen Zutaten.

Mein „Sonntags – Strudel“ erinnert ein wenig an Szegediner Krautfleisch: er kombiniert Sauerkraut und Erdäpfel mit den klassischen Gulasch-Gewürzen Zwiebel, Knoblauch, Essig und Paprika.

Strudel 1

Für 2 Strudel brauchst du:

ca. 1 kg Erdäpfel speckig

2 Rollen Blätterteig (vegan, z.B. von Tante Fanny)

2 Zwiebel

Knoblauch

Olivenöl

Apfelessig, Paprika edelsüß, Salz, Pfeffer

250 g Sauerkraut

1 Dose Tomatenstücke

Zuallererst die Erdäpfel kochen. Sie sollen nicht allzu weich sein. Schälen und auskühlen lassen.

Zwiebel und Knoblauch würfelig schneiden, in Olivenöl glasig werden lassen. Mit Essig ablöschen (etwa 2 EL), Paprikapulver dazu und würzen.

Strudel 2Sauerkraut und Tomatenstücke ebenfalls dazugeben und einige Minuten dünsten lassen.

Währenddessen die geschälten Erdäpfel grob in eine große Schüssel reiben. Salzen und pfeffern.

Strudel 4Die Gemüse-Mischung dazugeben und gut unterrühren. Einige Minuten ziehen lassen, dann nochmals abschmecken.

Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Blätterteig ausrollen, je mit der Hälfte der Erdäpfel-Sauerkraut-Mischung füllen und auf ein befettetes Backblech legen. Du könntest den Strudel mit Wasser oder Öl bestreichen. Ich habe das nicht getan, er wird auch so hübsch und knusprig.

Ab mit den zwei Strudeln ins Rohr und etwas 30 Minuten backen.

Strudel xxMeiner Familie und mir hat´s geschmeckt! Was nicht ganz so einfach ist, wenn Veganer mit Vegetariern und Fleischtigern zusammenwohnen. Doch wie überall: am besten lebt es sich mit Toleranz und Akzeptanz! Denn jeder ist anders! Und das ist gut so.