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Sommer-Pizza

Wunderschöne rote Kirschtomaten, Mozzarella-Kugerln und ein saftiger Pizza-Teig: was braucht es mehr?

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Ich „verfeinere“ meinen Pizza-Teig mit etwa 10 dag Brotbackmischung (z.B.: eine Mischung für dunkles Kornbrot): ich rühre die Backmischung mit viel Wasser an und lasse sie bei Zimmertemperatur drei bis vier Stunden stehen. Dann kommen 20 dag Dinkelmehl und 30 dag Weizenmehl, 1 Würferl Germ und Salz dazu. Kräftig durchschlagen und eine weitere Stunde gehen lassen. Auf einem befetteten und geöltem Blech ausrollen und rot-weiß-rot belegen.

Bei 200 Grad ca. 18 Minuten backen.

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Vor dem Servieren mit frischen Basilikumblättern belegen.

Buon appetito !

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Allerheiligenstriezel

Mit Allerheiligen verbinde ich Friedhofsbesuche, Verwandte, Kerzen und Striezel.

Ein selbstgebackener Allerheiligenstriezel hat heutzutage eine ganz andere Bedeutung als noch vor zwei, drei Generationen: früher waren Mehlspeisen der Ausdruck von Luxus, sie waren etwas Besonderes und wurden als Geschenk sehr geschätzt. Heute sind es nicht die Zutaten, die einen Allerheiligenstriezel zu etwas Außergewöhnlichen machen, sondern heute schätzen wir es, wenn sich jemand die Zeit nimmt und die Mühe macht.

Mit meinem Allerheiligenstriezel möchte ich nicht die Werte des „christlichen Abendlandes“ hoch halten. Für mich sind Traditionen nichts, was verteidigt und befestigt werden muss. Traditionen dürfen, müssen und können sich weiterentwickeln, sich ausweiten oder vergessen werden. In meiner Familie ist es seit je her Tradition den Striezel beim Bäcker zu kaufen – eine Tradition an der ich (wie du hier siehst) nicht krampfhaft festhalte.

So und nun zum Rezept. Für einen kleinen Striezel brauchst du

400 g Weizenmehl universal und 130 g Weizenvollmehl

1 Würfel Germ

80 g Butter in 1/4 L Milch geschmolzen

1 Ei

80 g Kristallzucker, etwas Salz und ein wenig Kardamon (Kardamon hat ganz und gar nichts Traditionelles, aber ich habe ihn in der afghanisches Küche lieben gelernt)

Einen Germteig herstellen, am besten mit den Händen durchkneten, mind. 30 Minuten gehen lassen.

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Den Teig in zwei Hälften teilen und schön lang rollen. Jede Rolle sollte mindestens 70 cm lang sein.

Stänge übereinander legen und flechten (= viersträngiger Zopf).

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Auf ein Backblech legen und noch einmal etwa 20 Minuten gehen lassen.Backrohr auf 170 Grad vorheizen.Striezel mit Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

Striezel ca. 30 Minuten backen!

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Guten Appetit!

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Madagaskar

Was hast du gedacht, als du „Madagaskar“ gelesen hast? Hast du an den Film gedacht?

Madagaskar ist nicht nur der Titel eines Filmes, sondern vorallem ein reales Land – eine afrikanische Insel: „Madagaskar hat 22 Millionen Einwohner: drei von vier leben unterhalb der Armutsgrenze.“

Martin Caparrós beschreibt in seinem Buch „Der Hunger“, was ihm eine Lehrerin in der Hauptstadt Antananarivo erzählt:

„Es ist unvorstellbar, aber uns war nie klar, wie schlimm es wirklich um sie stand.“

Sagt Sylviane zu mir; die Lehrerin der ersten Klasse ist Mitte zwanzig, klein, breiter Mund, grob gestrickter dunkelblauer Pullover, Löcher an den Ellbogen.

„Vor einem Jahr hat eine NGO angefangen, uns mit Frühstück zu beliefern. Du kannst dir nicht vorstellen, wie sich die Leistungen der Schüler seither gesteigert haben. Wir hatten uns daran gewöhnt, dass es schlecht lief, uns war nicht klar, dass sie vor lauter Hunger gar nicht denken konnten.“

Ein lesenswertes Buch.

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Faschingskrapfen – vegan und aus dem Ofen!

Krapfen aus dem Ofen sind nichts Neues – ich probiere jedes Jahr zur Faschingszeit ein anderes Rezept. Dieses Jahr habe ich vegane Krapfen nach einer Grundidee von „VeganBlatt – Das vegane Magazin“ gebacken.

Zuallererst stellst du einen Germteig her:

500 g Weizenmehl, 150 g Dinkelmehl,  50 g Kokosmehl und eine Prise Salz in eine große Schüssel geben (am allerbesten in eine richtige Germteigschüssel mit Deckel)

1 Würfel Germ in 400 ml warmer Mandelmilch auflösen, 6 EL Zucker dazugeben

Germmischung zum Mehl in die Schüssel gießen, 4 bis 5 EL vegane Margarine dazugeben und gut durchmischen

Gehen lassen, dabei ein bis zweimal durchschlagen! (dauert in etwa 30 min)

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„Krapfen“ formen und auf ein Blech setzen.

Menge reicht für zwei Blech Krapfen.

Mit zerlassenem Fett bepinseln!

 

Bei 170 bis 180 Grad ca. 16 Minuten backen!

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Mit Staubzucker bestreuen, durchschneiden und dick mit Marillenmarmelade bestreichen!

Am allerbesten schmecken sie noch warm!

 

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Orangener Wintersalat (vegan)

Salat im Winter? An und für sich sehr gesund, sehr empfehlenswert und und und und. Andererseits esse ich im Winter lieber was Wärmendes, etwas was sich anschmeichelt.  Was tun?

Es gibt einige Wintersalate, die warme Zutaten enthalten. So wie mein orangener Wintersalat: hier werden die Orangen warm serviert! Dadurch verliert der Salat seine Kälte und bleibt doch knackig, frisch und gesund.

Für 4 Personen brauchst du:

5 Orangen

4 bis 5 Karotten

Petersilie

Kreuzkümmel gemahlen, Salz, Pfeffer, etwas Olivenöl

Ruccola

Walnüsse zum Garnieren

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Ruccola waschen, abtropfen lassen und auf vier großen Tellern anrichten.

Orangen schälen, eine auspressen.

Karotten waschen und raspeln, mit dem Orangensaft, Salz, Pfeffer, Öl und dem gehackten Petersilie vermengen.

Restliche Orangen in Scheiben schneiden und gemeinsam mit Kreuzkümmel in einer Pfanne wärmen. Nicht mit Hitze sparen, ständig rühren. Dauert etwa 3 Minuten.

Die warmen Orangen unter die Karotten mischen, auf dem Ruccola anrichten, mit Nüssen garnieren und servieren.

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Mir gefällt besonders die Kombination von Ruccola und Orangen: sie harmonieren sowohl in Farbe als auch im Geschmack. Was kann ich mehr verlangen!

Mahlzeit

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Sanftmütige Tasse

Sanftmütig ist ein schönes Wort.

So wie hilfsbereit, aufmerksam oder tatkräftig. Wörter verändern unsere Welt. Sie benennen Gegebenheiten und helfen uns, diese einzuordnen. In Zeiten wie diesen, wo viele Menschen hilfesuchend zu uns kommen, sollten wir uns dessen bewußt sein und gedankenvoll mit Wörtern umgehen.

Jetzt fragst du dich sicher, was ich mir bei „Sanftmütiger Tasse“ gedacht habe! Während der Vanillepudding sanft meine Seele streichelt, gibt mir der verborgene Kaffee Kraft für mutige Taten. Wobei mutig vieles sein kann: wenn ich meine Ängste überwinde, bin ich mutig. Egal um welche Ängste es sich handelt und wie klein sie anderen erscheinen mögen.

tasse 1Für drei große sanftmütige Tassen bzw. vier kleine brauchst du:

1/ 2 l Milch, Vanillepuddingpulver, 2 bis 3 EL Zucker, 1 Espresso und Biskotten

Pudding nach Anleitung kochen, Espresso unterrühren

tasse 4Pudding-Kaffee-Mischung in Tassen verteilen und mit jeweils zwei halbe Biskotten (und wer mag mit ein paar Bohnen) garnieren.

Etwa eine Stunde kalt stellen, die Biskotten saufen sich dann ein bisserl an.

Gutes Gelingen, guten Appetit!

tasse3

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Ketchup – selbstgemacht

Der heurige supersuperheiße Sommer hat mir nicht nur viel Schweiß beschert, sondern vorallem eine unglaubliche Chili-Ernte! Meine vier Chili-Pflanzen am Balkon tragen zusammen in etwa 150 Chili-Früchte! Und da ich ein ziemliches Waserl bin und scharfes Essen nur in kleinsten Dosen zu mir nehme, bleibt mir nichts anderes übrig als Einzukochen.

Ich habe heuer schon Chili-Marillen-Marmelade, Chili-Mango-Chutney und Paprika-Marmelade gekocht. Dieses Wochenende war nun Ketchup an der Reihe:

Ketchup 1

Für 12 Weck-Flascherln (à 1/4 Liter) brauchst du

5 kg reife Tomaten

5 Zwiebel

ca. 500 ml Apfelessig

100 g braunen Zucker

300 g Gelierzucker 1:1

frisches Basilikum

Salz, Dillsamen (oder Fenchelsamen)

6 bis 8 Chilis – je nach Schärfe und Geschmack

 

Weck- bzw. Einkochgläser vorbereiten (auskochen)

Zwiebel würfeln, Tomaten achteln, Chilis fein hacken (ich trage dabei immer Handschuhe). Gemeinsam mit allen anderen Zutaten in einem große Topf zum Kochen bringen.

Ketchup 2

Ca. 15 min kochen. Dann pürieren und verkosten. Es sollte leicht scharf, ein wenig nach Essig und ein bisserl süß schmecken. Allerdings nicht zuviel – da diese Masse jetzt weiter eingekocht und der Geschmack intensiver wird.

Mindestens 20 min lang weiterköcheln. So lange bis es nach Ketchup riecht, schmeckt und aussieht. Noch kochend in Gläser abfüllen und diese gleich verschließen.

Selbstgekochtes Ketchup schmeckt nicht wie gekauftes – glücklicherweise!

Ketchup 4Verschlossen hält sich dieses Ketchup etwa ein Jahr. (Meine Chili-Ernte im Vorjahr war auch recht gut!) Doch einmal geöffnet sollte es innerhalb einer Woche verbraucht werden.